Red Bull WakeDuel 2026: Sieg für Trent Stuckey und Claudia Pagnini
Spannende Head-to-Head-Draws, zahlreiche Flips und unerwartete Stürze machten die 10. Ausgabe des Red Bull WakeDuel am 313 Cable Park in Litauen zu einer der spektakulärsten der Eventgeschichte.
Nach einem Jahr Pause kehrte das einzigartige Event vergangene Woche zurück nach Litauen. Und wieder pilgerten Rider aus allen Ecken der Welt zum 313 Cable Park, um eine Woche lang an diesem Wakeboard-Hotspot zu trainieren und sich auf einen der außergewöhnlichsten Contests im Cable Wakeboarding vorzubereiten.
Neben dem Training standen unter der Woche die Qualifikationen für die litauischen und internationalen Rider sowie ein Best Air Trick Contest auf dem Programm, bevor am Samstag die Top 32 Men und Top 16 Women im großen Showdown aufeinandertrafen.
Das Setup hatte es mal wieder richtig in sich. Zwei Pools, zahlreiche Walls, Rail-to-Rail-Transfers und unzählige Line-Möglichkeiten sorgten für kreative und risikoreiche Runs – und wie immer für Schnappatmung in der letzten Section, wenn die Rider nach einem langen Run noch genügend Energie für zwei große Airtimes (Kicker-To-Lander und Kicker) direkt vor den Zuschauern aufbringen mussten.
Das Besondere am WakeDuel? Von der ersten Runde an wird ausschließlich Head-to-Head gefahren. Jeder Fehler kann das sofortige Aus bedeuten, gleichzeitig spielt Strategie eine enorme Rolle. Durch das einzigartige Judging-Format, bei dem zwei von drei Sections gewonnen werden müssen, und eine ganze Woche gemeinsames Training wussten die Rider genau, wo ihre Stärken liegen und an welchen Stellen sie gegen ihren jeweiligen Gegner angreifen oder auf Sicherheit setzen mussten.
Und genau das konnte man auch beobachten. Schon in den frühen Runden am Samstag kam es zu spannenden Duellen. Beispielsweise setzte sich Nachwuchstalent Isaic Claudio mit technisch starken Runs gegen den stylischen Red-Bull-Veteranen Massi Piffaretti durch, bevor sein Lauf gegen den erfahrenen Franzosen Clément Nadel doch vor den Top 8 endete. Auf der anderen Seite des Brackets mussten mit Dom Hernler, Timo Kapl und Cam Charraud gleich mehrere Favoriten ihre Hoffnungen auf den Titel früh begraben – oftmals nicht wegen fehlender Tricks, sondern wegen kleiner Leichtsinnsfehler, die beim WakeDuel gnadenlos bestraft werden.
Die vermutlich größte Überraschung lieferte Top-Favorit Gavin Stuckey, als er im Duell gegen Liam Peacock am SpaceMob-Bumper stürzte und damit die Tür für den Briten öffnete. Welcher mit viel Momentum und technisch starken Runs anschließend auch Pedro Caldas aus dem Rennen warf und sich trotz starker Konkurrenz in seinem Bracket bis ins Superfinale kämpfen konnte.
Auch bei den Frauen war es alles andere als langweilig. Die beiden talentierten Nachwuchsfahrerinnen Nike Hauser und Nanou Lenaers, die viele nach ihren starken Ergebnissen bei Events wie den Langenfeld Open als mögliche Überraschungen auf dem Zettel hatten, mussten bereits in der ersten Runde gegen die Favoritinnen Rivers Hedrick und Claudia Pagnini antreten und schieden trotz starker Trainingswoche früh aus.
Für besonders gute Stimmung sorgte das Duell der beiden Litauerinnen Klaudija Tiškovaitė und Viltė Matuzevičiūtė, die bereits in der ersten Runde aufeinandertrafen. Dadurch war garantiert, dass eine Local Riderin den Sprung in die Top 8 schaffen würde. Entsprechend lautstark wurden beide von den heimischen Fans angefeuert – auch wenn anschließend gegen die erfahrene Sanne Meijer mit ihren zahlreichen Weltmeistertiteln Endstation war.
Am Samstag um 16 Uhr war es schließlich soweit: Die Top 4 Women und Top 8 Men kämpften erstmals live auf Red Bull TV um den Jubiläumsring. Was folgte, waren knappe Entscheidungen, große Tricks, einige unerwartete Fehler und jede Menge Spannung bis zum letzten Duell.
Bei den Frauen ging die Rivalität zwischen Claudia Pagnini und Rivers Hedrick in die nächste Runde. Während Rivers ungewohnt ein paar Fehler einstreute, brachte Claudia ihre Runs sauber durch und sicherte sich so unter Tränen den Jubiläumsring. Im Duell um Platz drei zeigte Old-School-Heldin Sanne Meijer bei Wind und wechselhaften Bedingungen ihre ganze Routine und hielt Young Gun Campbell Scarborough hinter sich.
Bei den Männern schien Trent Stuckey lange wieder auf Titelkurs, doch Liam Peacock und Kieren Owens machten es dem mehrfachen Champion alles andere als leicht. Ungewohnte Wackler, knappe Entscheidungen und jede Menge Druck sorgten dafür, dass selbst Trent bis zum letzten Duell liefern musste.
Somit sind wieder mal Favoriten ganz oben auf dem Podium gelandet, aber es war einmal mehr super spannend und man darf sich jetzt schon auf die kommenden großen Contests freuen, wo die Mädels und Jungs wieder aufeinander treffen. Die nächste Gelegenheit gibt es bei Munich Mash Ende Juni im Münchner Olympiapark.
Red Bull WakeDuel 2026 verpasst? Dann darfst du dir den Re-Livestream auf Red Bull TV nicht entgehen lassen!




